Gemäldegalerie

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Die Neue Gemäldegalerie befindet sich in der Sigismundstraße in Berlin-Tiergarten (Kulturforum). Vom IFE wurde auch das EDV-Netzwerk mit LWL-Anbindung an das Rechenzentrum der Staatlichen Museen geplant.

Die in der Gemäldegalerie tätigen Restauratoren arbeiten mit hochwertigen fotografischen Verfahren, um den Zustand von Gemälden und anderen Kunstobjekten zu ermitteln und zu dokumentieren und Erkenntnisse über deren Entstehung zu gewinnen. Unter anderem wird die Infrarot-Reflektografie eingesetzt.

Die erforderliche Rechnertechnik, Software und fotografische Hardware für die Aufnahme und die rechnergestützte Bearbeitung der Fotografien wurde vom IFE geplant und ausgeschrieben.

Infrarotreflektografie

Bei der IR-Reflektografie werden Gemälde mit einer Infrarot-Videokamera abgetastet. Mit diesem Verfahren werden vom Künstler selbst oder nachträglich bei Instandsetzungen vorgenommene Änderungen sichtbar – dies erlaubt den Wissenschaftlern, die Entstehungsgeschichte eines Kunstwerks nachzuvollziehen und besser in seinen historischen Kontext einzuordnen.

Die Auflösung einer Videokamera reicht im allgemeinen nicht aus, um ein Gemälde mit einer einzigen Aufnahme erfassen zu können. Daher werden bis zu 150 Teilaufnahmen gemacht, die digitalisiert und zwischengespeichert werden. Für die Teilaufnahmen wird das Gemälde auf einem in zwei Achsen fahrbaren Rahmen befestigt; die Videokamera befindet sich vor diesem Rahmen und ist ebenfalls in zwei Achsen fahrbar. Für jede Teilaufnahme wird der Rahmen um eine definierte Strecke weiterbewegt.

Die komplette Aufnahmeserie wird anschließend von einer Spezialsoftware wieder zusammengesetzt. Dazu bedient sich die Software der Überlappungen zweier Teilbilder. Nach der Montage bereitet der Fotograf das digitale Ergebnis für den Ausdruck vor, indem er Korrekturen an Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung vornimmt.

Die komplette Aufnahmeserie wird anschließend von einer Spezialsoftware wieder zusammengesetzt. Dazu bedient sich die Software der Überlappungen zweier Teilbilder. Nach der Montage bereitet der Fotograf das digitale Ergebnis für den Ausdruck vor, indem er Korrekturen an Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung vornimmt.

An dem gesamten Vorgang ist unterschiedlichste Rechner- und fotografische Technik beteiligt: die Aufnahme und Digitalisierung der Teilbilder wird auf einem unter DOS laufenden Rechner durchgeführt. Die Dateien werden anschließend auf einen Linux-Rechner übertragen, auf dem die Montage stattfindet. Zur Korrekur und zum Ausdrucken wird das montierte Bild auf einen unter Windows NT laufenden Rechner übertragen. Die gesamte Anlage ist in das Netzwerk der Gemäldegalerie integriert, so daß andere Abteilungen (z.B. die Restauratoren) die digitalen Ergebnisse abrufen können.


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