Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz

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In den beiden Häusern der Staatsbibliothek wurden lokale Netze für Mitarbeiter und Benutzer installiert. Im Haus 1, Unter den Linden, wurde eine strukturierte Kategorie-5-Verkabelung durchgeführt; die dezentralen Standorte sind mit Lichtwellenleiter an den Rechnerraum angebunden. Haus 2, Potsdamer Str., wurde mit einer Lichtwellenleiter-Verkabelung bis zum Arbeitsplatz versehen. Insgesamt sind ca. 2000 Anschlüsse zu errichten, davon werden etwa 1400 aktiviert.

Es werden mehrere Netzwerktechnologien eingesetzt:

In den jeweiligen Häusern sind sämtliche Ports geswitcht, und es kommen virtuelle Netzwerke (auch häuserübergreifend) zum Einsatz. Jedes Haus hat ein eigenes Rechenzentrum, Haus 2 zusätzlich ein Wiring-Center.

Das Netzwerk soll für alle bibliothekarischen und administrativen Aufgaben eingesetzt werden. Durch den gemischten Zugriff von Mitarbeitern und Benutzern sind die Sicherheitsanforderungen sehr hoch.

Haus 1, Unter den Linden

Im Haus 1 der Staatsbibliothek wurde die Installation des DV-Netzes parallel zu Grundinstandsetzungsarbeiten durchgeführt. Das Netzwerk ist als Provisorium zu verstehen, das nach Abschluss der Grundinstandsetzung durch eine LWL-Verkabelung to the desk ersetzt wird. Da die Grundinstandsetzung häufige Umzüge ganzer Abteilungen mit sich bringt sowie durch Trassenverlegungen im Keller begleitet wird, war eine vorausschauende Planung erforderlich. Trotzdem kam es zu spontanen Planungsänderungen, die während der Ausführung berücksichtigt werden mussten.

Durch den Umstand, daß das Haus denkmalgeschützt ist, die Instandsetzung in Teilen des Hauses bereits abgeschlossen war sowie Installationen während des Betriebs durchgeführt werden mussten, ergab sich die Notwendigkeit einer besonders umsichtigen Ausführung.

Im Bereich der bereits instandgesetzten Generaldirektion war es nicht möglich, eine Twisted-Pair-Verkabelung durchzuführen. Um die Generaldirektion an das Netzwerk anschließen zu können, wurde vom IFE ein Funk-LAN vorgesehen, das von der ausführenden Firma installiert wurde.

Haus 2, Potsdamer Straße

Im Haus 2 der Staatsbibliothek wurde von vornherein eine LWL-Verkabelung to the desk vorgesehen, da die dortige Infrastruktur keinen Platz für eine strukturierte Kupfer-Verkabelung zuließ und die EMV-Richtlinien nicht hätten eingehalten werden können.

Aufgrund der Größe des Bauwerks und der Anzahl der erforderlichen Anschlüsse war es erforderlich, ein Wiring Center einzurichten, das sich im Keller befindet. Sämtliche Anschlüsse in den Abteilungen sind mit Installationskabeln zu optischen Endverzweigern geführt, in denen auf Bündeladerkabel übergegangen wird, die zum Wiring Center führen.

Im Wiring Center werden auch die aktiven Komponenten aufgestellt. Für die später zu beschaffende Server-Technik ist ein eigener Rechnerraum vorhanden.

Aktive Netzwerktechnik

Die aktiven Netzwerkkomponenten wurden vom IFE funktional ausgeschrieben. Trotz des unterschiedlichen Zentralisierungsgrades in den beiden Häusern sollte einheitliche Netzwerktechnik zum Einsatz kommen, um häuserübergreifendes Management zu ermöglichen und bei der Auswahl von Serverstandorten flexibel sein zu können. Darüber hinaus sollten auch häuserübergreifend virtuelle Netze möglich sein, so dass Abteilungen auch dann auf die gleiche DV-Infrastruktur zurückgreifen können, wenn sie in beiden Häusern präsent sind.

Mit virtuellen Netzen kann darüber hinaus der Netzverkehr von Benutzern und Mitarbeitern der Bibliothek auf physischer Ebene voneinander getrennt werden, so dass die Sicherheitsbestimmungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eingehalten werden können.


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